Die Oase Terjit

Fließendes Wasser in einer Felsschlucht, mitten in den Hochebenen des Adrar — das ist das Überraschende an Terjit. Eine kleine Oase, gespeist von kalten Saharaquellen und einigen warmen, im äußersten Norden des Departements Ouajeft, 45 Kilometer südlich von Atar. Den Schluchtboden bedecken vor allem Dattelpalmen, dazu Akazien, Myrobalanen, Kletterpflanzen und Moose — und Feigenbäume, die es sonst nirgends in Mauretanien gibt. Menschen leben hier seit dem 19. Jahrhundert; rund um die Oase stehen heute einige Häuser, eine Moschee und Unterkünfte für Besucher. Das nächste Dorf ist Oued Amheirt mit der Oase Amheirth, der größten im Adrar und einer von jenen, die Terjit speisen. Im Wasser leben noch Fische, doch Dürre und Wüstenbildung bedrohen sie — ein kleines Detail, das viel über die Zerbrechlichkeit dieses Ortes sagt.

Sehenswertes

Oase Varesse (Adrar) — Palmenhain zwischen Terjit und den Zarga-Bergen

Die Oase Varesse (auch Farès oder Faress geschrieben) ist ein Ort der Ruhe in der mauretanischen Region Adrar. Eingebettet in das Herz des Gebirgsmassivs zwischen der Oase Terjit und den spektakulären Zarga-Bergen, liegt sie wenige Kilometer südöstlich von Mhaïreth und 65 Kilometer von der Stadt Atar entfernt. Ihr Palmenhain gehört zu den 63 malerischen Oasen, die die Canyons und Sandsteinplateaus des Adrar durchziehen — eine Gegend, die häufig als Ausgangspunkt für Kameltrekkings in die Sahara dient. Zwischen dem Schatten der Palmen und den Sandsteinwänden bietet Varesse Reisenden eine seltene Rast, fern von der Hitze der Piste.

Ntezent (Adrar) — Basislager zwischen Terjit und dem Erg Nouakane

Ntezent ist ein unumgänglicher Halt bei jedem Kameltrekking oder jeder 4x4-Rundfahrt in der Region Adrar in Mauretanien. Unmittelbar neben dem berühmten Palmenhain von Terjit und dem Erg Nouakane gelegen, ist der Ort ein idealer Ausgangspunkt, um die Canyons und die ockerfarbenen Sanddünen der Wüste zu erkunden. Sein Wert liegt vor allem in der Funktion als Basis: Von hier starten die Ausflüge zu den Wadis und Dünen, ohne dass man jedes Mal nach Atar zurückkehren muss. In kurzer Entfernung vereint die Umgebung drei gegensätzliche Landschaften — Palmen und Wasser in Terjit, ockerfarbenen Sand im Erg Nouakane und die Felswände der Canyons. Man kommt hierher, um durch Täler und Seitenschluchten zu wandern, bei Sonnenuntergang die Dünen zu erklimmen und hinabzurutschen, zu biwakieren und unter einem Himmel ohne Lichtverschmutzung die Sterne zu beobachten oder mit Nomadenfamilien Tee zu trinken und ihren Kamelherden zu begegnen. Die beste Zeit reicht von Oktober bis März; die Anfahrt erfolgt über Pisten, die ein Geländefahrzeug erfordern, vor Ort gibt es keinerlei Versorgung, und Wasser, Treibstoff und Proviant werden in Atar vorbereitet — am besten mit einem ortskundigen Führer.