Schönheit im Osten. Willkommen in Oualata — oder, wie manche sagen, der schönsten Stadt Mauretaniens. Hier, wo schon der berühmte Ibn Battūta weilte, befindet sich das am schwersten zugängliche Weltkulturerbe des Landes. Der Ksar liegt im Südosten, in der Region Hodh Ech Chargui, östlich der Aoukar-Senke.
Im 14. Jahrhundert war Oualata eine der bedeutendsten Städte des transsaharischen Handels und zugleich ein wichtiges religiöses Zentrum. Die Stadt war überdies ein geschätzter Ausgangspunkt für die Pilger des Hadsch. Doch noch heute zeugen die zahlreichen reich verzierten Lehmbauten vom Reichtum vergangener Zeiten. Die Wandmalereien und die Ornamente an den Türen und Hauswänden sind charakteristisch für den Stil dieses südöstlichen Ortes mit 14.000 Einwohnern. Weit davon entfernt, rein dekorativ zu sein, gelten sie als Träger magischer Bedeutung.
Der geschichtlich interessierte Besucher könnte das Handschriftenmuseum besichtigen. Auch die nahe gelegene Moschee und der Friedhof von Tirzet sind einen Abstecher wert. Oualata ist im Übrigen nach wie vor sehr lebendig: Neben dem Markt und dem lokalen Handel besteht weiterhin eine bedeutende Koranschule, die als elitäre Einrichtung allerdings nur einem kleinen Kreis von Schülern offensteht — 20 neuen Personen pro Jahr.
Oualata ist einer der Höhepunkte unserer zweiwöchigen Rundreise im Süden. Vor Ort lässt sich ebenso leicht eine Kamelwanderung wie ein Geländewagenausflug in die Umgebung organisieren. Trotz ihrer Bedeutung ist Oualata keineswegs von Touristen überlaufen. Seien Sie also gewiss, dass die Bewohner Ihren Aufenthalt als Ereignis betrachten.