Ouadane

Die historische Stadt Ouadane

Ouadane ist eine altehrwürdige archäologische Stätte am Rand einer Steilkante auf dem Plateau der Wilaya Adrar im Norden Mauretaniens. Im Jahr 536 der Hidschra (1142 n. Chr.) gegründet, war sie eine bedeutende Station der Karawanen des Saharahandels und ein großes Zentrum wissenschaftlicher Ausstrahlung.

Die Geschichte von Ouadane

Die Gründung: Die Stadt wurde 536 H. von drei Gründern ins Leben gerufen: El Hadj Ali as-Sanhadschi, El Hadj Yacoub al-Quraschi und El Hadj Ousmane al-Ansari.

Das goldene Zeitalter: Im Mittelalter wurde sie zu einem zentralen Treffpunkt der Handelskarawanen aus dem Maghreb, aus Ägypten, dem Sudan und dem Hedschas.

Wissen und Gelehrsamkeit: Sie erhielt den Beinamen Stadt der „vierzig Gelehrten", wegen der Vielzahl ihrer Gelehrten und Rechtskundigen, die für Lehre, Schriftstellerei und Reiseliteratur berühmt waren.

Weltweite Einstufung: Die historische Stadt wurde gemeinsam mit ihren Schwesterstädten (Chinguetti, Tichitt und Oualata) in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Die wichtigsten Baudenkmäler

Die große Mauer: Sie umgibt die Altstadt, ist 4 Meter hoch und 1,5 Meter dick und wurde vor über neun Jahrhunderten aus Stein und Lehm zu ihrem Schutz errichtet.

Das Tor „Foum el-Mabrouk": das gewaltigste Tor der historischen Mauer und der Haupteingang für die aus dem Osten kommenden Karawanen.

Der befestigte Brunnen: ein alter Brunnen, innerhalb der Mauer angelegt, um die Bewohner in Zeiten der Belagerung oder des Krieges mit Wasser zu versorgen.

Die Straße der Vierzig Gelehrten: eine alte Straße, die das Andenken an die vierzig Gelehrten bewahrt, die sich hier versammelten und übereinkamen, an diesem Ort die Wissenschaft zu begründen bzw. ihr zu dienen.

Die alte Moschee: Sie zeichnet sich durch ihr altes Minarett aus, eines der ältesten der Region.

Sehenswertes

Natur

Tenlabaa

Tenlabaa (oft Tinlaba oder Tin Labbé geschrieben) ist ein Dorf und eine große Oase in Mauretanien, gelegen im Departement Ouadane innerhalb der Region (Wilaya) Adrar. Eine bedeutende und moderne Oase Dattelpalmenanbau: Die Oase verfügt über rund 20.000 Dattelpalmen, die jährlich mehr als 200 Tonnen hochwertiger Datteln hervorbringen. Pilotoase: Dort wurde eine moderne Erweiterung in Form einer Pilotoase von 30 bis 50 Hektar angelegt, ausgestattet mit Bewässerungsnetzen, solarbetriebenen Bohrungen und Wasserreservoirs. Gemüseanbau: Neben den Datteln bauen die Bewohner im Schatten der Palmen auch traditionelles Gemüse an. Lage: Das Dorf befindet sich in unmittelbarer Nähe der historischen Stadt Ouadane, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Trekking-Etappe: Es ist ein unumgänglicher Wegpunkt für Karawanenwanderungen, 4x4-Rundreisen und Reisende, die die Canyons und Dünen des Adrar erkunden.

Historisch

Agouadir

Die historische Stätte Agouadir (oder Agueidir, Aguidir) in der Region Adrar in Mauretanien ist ein altes Fort und eine archäologische Stätte der Sahara. Der Begriff Agadir oder Agouadir bezeichnet historisch in der Berbersprache einen befestigten Speicher oder ein Verteidigungsbauwerk. Der Ort verkörpert die militärische und kommerzielle Bedeutung der Region an den alten transsaharischen Karawanenrouten. Die Geschichte von Agouadir und des Adrar Berberischer und almoravidischer Ursprung: Der Name erinnert an den Einfluss der Berberstämme und an die almoravidische Expansion, die die Region Adrar geprägt hat. Verteidigungsbauwerk: Die Stätte ist als altes Fort oder befestigtes strategisches Lager verzeichnet, das dem Schutz der Waren und der Kontrolle der Übergänge über das Tafelplateau des Adrar diente. Karawanenknotenpunkt: Sie fügt sich in das historische Netz ein, das die großen Städte der Region wie Ouadane, Chinguetti und Azougui verband. Touristisches Potenzial und nahe gelegene Attraktionen Heute ist Agouadir Teil der saharischen und kulturellen Tourismusrouten, die den Ruf der Wilaya Adrar ausmachen. Reisende erreichen sie in der Regel von der Stadt Atar aus. Wüstentourismus: Die Stätte wird im Rahmen von Wanderungen, 4x4-Expeditionen oder Kamelwanderungen durch die Canyons aus schwarzem Gestein und die ockerfarbenen Dünen des Erg Warane besucht.