🇲🇷 Mauretanien

Große Sahara-Expedition in Mauretanien — 10 Tage: von Nouakchott zum Eisenerzzug und Nouadhibou

10 Tage 1 655 1 400 USD 10 Stationen

Eine vollständige Durchquerung der größten Landschaften Mauretaniens in zehn Tagen und neun Nächten, als Rundreise ab Nouakchott: die Hauptstadt und ihre Märkte, die riesige Düne von Azoueiga, die Oasen Terjit und M'Heirith, die mittelalterlichen Karawanenstädte Chinguetti und Ouadane, das Auge der Sahara (Richat-Struktur), Azougui, die erste Hauptstadt der Almoraviden — und das legendäre Erlebnis: die Fahrt auf dem Dach des Eisenerzzugs, einem der längsten Züge der Welt, durch die offene Wüste bis zur Atlantikküste. Route: Nouakchott – Akjoujt – Düne von Azoueiga – Terjit – Chinguetti – Ouadane – Richat-Struktur – Atar – Azougui – Choum – Eisenerzzug – Nouadhibou – Nouakchott. Transport im privaten Geländewagen-Konvoi mit erfahrenen Wüstenfahrern, dazu eine Nacht auf dem Erzzug. Unterkunft: Hotels in Nouakchott und Nouadhibou, Gästehäuser (Auberges) in Chinguetti und Ouadane, traditionelle Wüstencamps an der Azoueiga-Düne und in Azougui sowie eine Nacht unter freiem Himmel auf dem Zug. Vollpension unterwegs: mauretanische Gerichte (Tajine, Gegrilltes, frischer Fisch an der Küste), Datteln, Kamelmilch und endlose Runden Minztee. Höhepunkte: Kamelmarkt · Camp an der Azoueiga-Düne · Oase Terjit · Manuskripte von Chinguetti · Richat-Struktur · Felskunst von Amogjar · Almoraviden-Ruinen von Azougui · Eisenerzzug unter den Sternen.

Reiseverlauf

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    Ankunft in Nouakchott

    Nouakchott

    Willkommen in Mauretanien! Bei Ihrer Ankunft am internationalen Flughafen Nouakchott–Oumtounsy empfängt Sie unser Team und bringt Sie zu Ihrem Hotel in der Stadt. Nach der Anreise gehört der Rest des Tages Ihnen: entspannen, frisch machen, ankommen.

    Am Abend treffen wir uns zum Willkommensessen: Sie lernen Ihre Guides und Fahrer kennen — die Crew, die sich die ganze Reise über um Sie kümmern wird — und wir gehen gemeinsam die Route, die kommenden Wüstentage und letzte Fragen durch.

    Über Nouakchott: Nouakchott („der Ort der Winde") ist eine der jüngsten Hauptstädte der Welt. 1958 war sie ein kleines Küstendorf mit ein paar hundert Menschen; heute leben hier weit über eine Million Einwohner, und sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz Mauretaniens. Die Stadt liegt dort, wo die Sahara auf den Atlantik trifft — Sanddünen wehen buchstäblich in ihre äußeren Straßen —, was ihr einen Charakter verleiht, den man sonst nirgends in der Region findet.

    Übernachtung: Hotel in Nouakchott.

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    Nouakchott entdecken

    Nouakchott

    Ein ganzer Tag, um die faszinierendsten Ecken der Hauptstadt zu entdecken — die perfekte Einführung ins mauretanische Leben, bevor es in die Wüste geht.

    Die Saudische Moschee (König-Faisal-bin-Abdulaziz-Moschee): das imposanteste Gebäude im Zentrum Nouakchotts, errichtet mit finanzieller Unterstützung des Königreichs Saudi-Arabien. Ihr verzierter, sandfarbener Bau und die zwei hohen Minarette beherrschen die Skyline, und sie dient seit Langem als wichtigstes Zentrum des religiösen Lebens der Hauptstadt. Wir bewundern die Architektur von außen und schlendern durch die lebhaften umliegenden Straßen.

    Der Kamelmarkt: etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt weichen die Gebäude zurück und geben den Blick auf den zweitgrößten Kamelmarkt der Welt frei. Hunderte Dromedare stehen von ihren Hirten fein säuberlich in Herden geteilt; gehandelt, gefeilscht und verhandelt wird genau wie bei den Vorfahren. In Mauretanien ist das Dromedar ein Symboltier — Transport, Milch, Fleisch und Reichtum in einem —, und dieser Markt ist der beste Ort des Landes, um zu spüren, wie zentral es im Alltag geblieben ist. Rechnen Sie mit Lärm, Staub und unvergesslichen Fotos.

    Der Fischmarkt (Port de Pêche): eines der spektakulärsten Schauspiele Westafrikas. Am späten Nachmittag reiten Hunderte bunt bemalte Holzpirogen durch die Atlantikwellen und landen direkt am Strand, wo Männer den Fang von Hand an Land ziehen. Mauretaniens Gewässer gehören zu den reichsten Fischgründen der Erde: Der Fischereisektor trägt rund 3 % zum nationalen BIP und etwa 20–25 % zu den Exporten bei und sichert Zehntausende, meist handwerkliche Arbeitsplätze. Die ganze Kette — Entladen, Sortieren, Salzen, Trocknen — auf offenem Sand zu beobachten, ist lebendiges Theater in Reinform.

    Das Nationalmuseum Mauretaniens: untergebracht in einem 1972 mit chinesischer Kooperation errichteten Gebäude, ist das Museum die erste Schatzkammer für Geschichte und Kultur des Landes. Seine archäologischen und ethnografischen Sammlungen erzählen von Jahrtausenden menschlicher Besiedlung der Region — von neolithischen Werkzeugen und Felskunst-Reproduktionen bis zu Zelten, Schmuck, Kleidung und Alltagsgegenständen der maurischen Nomadengesellschaft. Ein hervorragender Schlüssel zu allem, was wir später im Adrar sehen werden.

    Am Abend: Essen mit lokalen Gerichten in einem traditionellen Zelt, mit der Gelegenheit, frische Kamelmilch zu kosten — das Getränk der Wüste.

    Übernachtung: Hotel in Nouakchott.

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    Nach Norden in die Sahara: die große Düne von Azoueiga

    Die große Düne von Azoueïga

    Distanz: ca. 415 km Straße, dann Wüstenpisten · Fahrzeit: 5–6 Stunden plus Offroad-Abschnitt.

    Wir verlassen Nouakchott auf der Nationalstraße N1 Richtung Nordosten, in die Region Adrar. Die Landschaft leert sich schnell: flache weiße Ebenen, vereinzelte Akazien, Kamelherden am Horizont.

    Zwischenstopp in Akjoujt: etwa auf halber Strecke (rund 250 km) passieren wir diese Bergbaustadt — der Ort, um sich die Beine zu vertreten, Wasser aufzufüllen und letzte Vorräte zu kaufen. Dann Mittagessen in der Wüste: ein erster Vorgeschmack auf den Rhythmus der Expedition — ein schattiges Plätzchen, ein Teppich, frischer Tee. Und hinein in die Dünen: Unser Geländewagen-Konvoi verlässt den Asphalt und hält schnurgerade durch die offene Sahara auf die große Düne von Azoueiga zu, die wir zum Sonnenuntergang über einem Ozean aus Sand zu besteigen versuchen.

    Über Akjoujt und die Azoueiga-Düne: Akjoujt, Hauptstadt der Region Inchiri, lebt seit Jahrzehnten von ihren Bodenschätzen — heute werden hier Kupfer und Gold abgebaut, und die umliegenden Hügel wurden schon in der Antike auf Kupfer hin ausgebeutet. Die Düne von Azoueiga ist eine der höchsten freistehenden Dünen dieses Teils der Sahara — ein Berg aus goldenem Sand, der sich abrupt aus der Ebene erhebt. Ihren Kamm zu erklimmen kostet echte Anstrengung, aber die Belohnung ist ein 360°-Panorama unberührter Wüste; hinunterzurennen oder zu rollen ist pure Kindheitsfreude.

    Übernachtung: traditionelles Camp in einheimischen Zelten am Fuß der Düne — Abendessen vom Feuer und ein Himmel, absolut übersät mit Sternen.

  4. 4

    Die Oasen Terjit und M'Heirith und Chinguetti, „die verschwindende Stadt"

    Chinguetti

    Nach einem kräftigen Frühstück im Camp geht es weiter durch die Sahara — heute mit der Gelegenheit, in einer natürlichen Oase zu baden!

    Die Oase Terjit: versteckt in einer engen Schlucht am Rand des Adrar-Plateaus, ist Terjit die berühmteste Oase Mauretaniens — jahrhundertelang Rastplatz der Karawanen und der Überlieferung nach Krönungsort maurischer Fürsten. Wir steigen unter riesigen Palmenhainen in die Schlucht hinab und kühlen uns in den natürlichen Süßwasserquellen und -becken ab, die direkt aus der Felswand fließen — eine warme und eine kalte Quelle, die sich im selben Lauf vereinen.

    Mittagessen: lokale Tajine oder Gegrilltes, zubereitet von den Hütern der Oase, mit traditionellem mauretanischem Minztee unter den Palmen.

    Die Oase M'Heirith: auf dem Weg nach Norden steigen wir nach M'Heirith hinab, eine der vielfältigsten Oasen der Region — ein kurzer Spaziergang durch dichte Dattelpalmenhaine und natürliche Becken, dazu ein paar Minuten für Fotos.

    Ankunft in Chinguetti: zurück auf den Wüstenpisten, über goldene Dünen und steinige Regs, nähern wir uns der legendären Stadt Chinguetti. Wir erkunden die alten Steinviertel der Altstadt (den Ksar), besuchen die historischen Manuskript-Bibliotheken — etwa die Familienbibliotheken Habott und Al Ahmed Mahmoud — und bewundern das ikonische Trockenmauer-Minarett der Freitagsmoschee von Chinguetti, ein Nationalsymbol Mauretaniens. Zum Sonnenuntergang besteigen wir die gewaltigen Dünen des Erg Ouarane direkt vor der Stadt und sehen die Sonne in der Sahara versinken — dann Abendessen und Tee.

    Über Chinguetti — die siebte heilige Stadt des Islam: im 13. Jahrhundert auf älteren Fundamenten gegründet, wurde Chinguetti als Sammelpunkt der Pilger reich, die die Sahara Richtung Mekka durchquerten — was ihr der Überlieferung nach den Rang der siebten heiligen Stadt des Islam einbrachte. Jahrhundertelang war ganz Mauretanien in der arabischen Welt als „das Land von Chinguetti" (Bilad Shinqit) bekannt. Seine Gelehrten sammelten Tausende Manuskripte — Koranwissenschaften, Astronomie, Mathematik, Recht und Poesie —, die bis heute in privaten Familienbibliotheken auf Pergament und Gazellenhaut bewahrt werden, manche fast tausend Jahre alt. Die Altstadt steht auf der UNESCO-Welterbeliste (zusammen mit Ouadane, Tichitt und Oualata). Oft nennt man sie „die verschwindende Stadt", weil die Dünen des Erg Ouarane Jahr für Jahr auf sie vorrücken — ein Ort, den man sehen sollte, solange er noch steht.

    Übernachtung: Gästehaus in Chinguetti.

  5. 5

    Freier Tag in Chinguetti: Leben mit den Einheimischen

    Chinguetti

    Ein bewusst gemächlicher Tag — der, an den sich Reisende am meisten erinnern. Chinguetti belohnt langsames Erkunden: Schlendern Sie in Ihrem Tempo durch die Gassen des alten Ksar, kehren Sie in eine Bibliothek zurück, die Sie fasziniert hat, stöbern Sie bei den lokalen Handwerkern nach Silberschmuck und Lederarbeiten, oder trinken Sie einfach Tee im Schatten und sehen dem Wüstenleben zu.

    Optional: ein kurzer Kamelritt durch die Palmenhaine und nahen Dünen. Und der Besuch bei einer Familie: im Sand gebackenes Brot und endlose Gläser Minztee — dreimal eingeschenkt, wie es die Tradition verlangt.

    Am Abend: ein besonderer Abend mit den Einheimischen — traditionelle Musik, Trommeln und Tanz unter den Sternen.

    Übernachtung: Gästehaus in Chinguetti.

  6. 6

    Die Ruinen von Ouadane und das Auge der Sahara

    Ouadane

    Chinguetti → Ouadane: ca. 120 km Wüstenpiste, 2–3 Stunden je nach Sandverhältnissen und Fotostopps. Die Piste schneidet direkt durch die gewaltigen Sanddünen des Erg Ouarane — eine der schönsten Wüstendurchquerungen der ganzen Reise.

    Die Oase Tanouchert: etwa auf halbem Weg zwischen den beiden Städten bietet Tanouchert einen surrealen, sattgrünen Kontrast zur umgebenden Wüste — der perfekte Ort für eine Pause mit traditionellem Minztee bei Nomadenfamilien.

    Ouadane: Ankunft in der befestigten Karawanenstadt Ouadane, gegründet im 12. Jahrhundert, und Mittagessen. Dann erkunden wir den außergewöhnlichen Hang mit seinen alten Trockenmauer-Ruinen — Straße um Straße eingestürzter Häuser, Moscheen und Tore, die die Böschung hinabstürzen — samt Palmenhain und der kleinen bewohnten Unterstadt.

    Die Richat-Struktur — das Auge der Sahara: am Nachmittag fahren wir 30–45 km nordöstlich von Ouadane (etwa 1,5–2 Stunden pro Strecke über flache, sandige Wüste) zu einer der großen geologischen Kuriositäten des Planeten. Die perfekte „Zielscheibe" sieht man am besten aus dem All — Astronauten nutzen sie als Orientierungspunkt —, doch mitten in der 40 km breiten Formation zu stehen ist ein packendes Erlebnis von Maßstab und Abgeschiedenheit: Wir fahren durch die ausladenden konzentrischen Felsrücken und können den zentralen Bereich für die Aussicht besteigen.

    Über Ouadane und die Richat-Struktur: Ouadane wurde um 1141–1147 von berberischen Gelehrten gegründet und wurde zu einem der reichsten Karawanenterminals der Sahara — Gold, Salz und Datteln passierten seine Tore, und portugiesische Händler versuchten im 15. Jahrhundert sogar, hier einen Handelsposten zu errichten. Wie Chinguetti ist es UNESCO-Welterbe; seine verfallene Altstadt gehört zu den dramatischsten Anblicken Westafrikas. Die Richat-Struktur ist kein Meteoritenkrater, wie lange geglaubt, sondern ein tief erodierter geologischer Dom: abwechselnde Ringe aus hartem und weichem Gestein, über 100 Millionen Jahre alt, von Wind und Zeit zu einem riesigen Auge von 40 km Durchmesser geformt. Geologen aus aller Welt kommen noch immer, um sie zu erforschen.

    Übernachtung: Gästehaus (Auberge) in Ouadane.

  7. 7

    Amogjar-Pass, Atar und Azougui, die Almoraviden-Hauptstadt

    Atar

    Ouadane → Atar: ca. 180 km, etwa 3 Stunden über raue, unbefestigte Wüstenpisten.

    Der Amogjar-Pass, die Felskunst von Agrour und Fort Saganne: wir nehmen die atemberaubende Bergroute durch den Amogjar-Pass (auch Ebnou-Pass genannt) — eine szenische Geländewagenfahrt durch Klippen und Schluchten des Adrar-Plateaus. Unterwegs halten wir an der Felskunststätte Agrour, wo Jahrtausende alte Malereien Giraffen, Rinder und Jäger zeigen — Beweis, dass diese Wüste einst grüne Savanne war. In der Nähe stehen die Filmkulissen-Ruinen von „Fort Saganne", gebaut für das gleichnamige französische Epos von 1984 und langsam von der Wüste zurückerobert.

    Atar: Ankunft in Atar und Mittagessen in der Stadt. Atar ist die wichtigste Stadt und Hauptstadt der Region Adrar — eine historische Wüstenoase, die stets als lebenswichtige Karawanenstation und regionales Zentrum des Dattelhandels diente und heute das Tor für alle Sahara-Reisenden ist. Wir besuchen das alte Viertel mit der 1674 erbauten Atar-Moschee, einer der ältesten des Landes, und bummeln über die Handwerksmärkte: Die Stadt ist ein bedeutendes Zentrum für traditionelle Weberei, Teppiche und Lederarbeit.

    Azougui — Wiege der Almoraviden: am späten Nachmittag bringt uns eine kurze Fahrt in das palmengefüllte Tal von Azougui, wo wir die Nacht zwischen den Gärten campieren.

    Über Azougui und das Almoraviden-Reich: Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die Almoraviden-Bewegung in der westlichen Sahara von nomadischen Sanhadscha-Berberstämmen (vor allem Lamtuna und Gudala) unter der geistlichen Führung von Abdallah ibn Yasin gegründet. Azougui wurde als ihre zentrale militärische und politische Basis gewählt — faktisch die erste almoravidische Hauptstadt. Die Oase wurde mit einer Trockenmauer-Zitadelle und Verteidigungsmauern befestigt, deren Reste sich bis heute nachverfolgen lassen. Von diesem Tal aus fegten die almoravidischen Eroberungen südwärts bis zum Ghana-Reich, nordwärts durch Marokko — wo sie Marrakesch gründeten — und über die Straße von Gibraltar auf die Iberische Halbinsel. Zwischen diesen stillen Palmenhainen stehend, ist es verblüffend zu denken, dass ein Reich von Senegal bis Spanien hier begann.

    Übernachtung: Camp in der Oase von Azougui.

  8. 8

    Auf dem Eisenerzzug durch die Sahara

    Der Wüstenzug und der Bahnhof Choum

    Der große Moment ist da! Heute fahren wir in das kleine Eisenbahnstädtchen Choum, wo wir den legendären Eisenerzzug besteigen. Wir warten in einem bequemen Raum, bis der Zug eintrifft — er folgt dem Rhythmus der Minen, nicht einem gedruckten Fahrplan, und unser Team verfolgt seinen Fortschritt.

    Wenn er herandonnert, klettern wir auf einen Erzwaggon, richten uns mit unseren Matratzen und Decken in den weichen Eisenerzhaufen ein und fahren westwärts — eine unvergessliche Nacht unter den Sternen, rollend durch die offene Sahara zur Atlantikküste.

    Über den Eisenerzzug: seit 1963 von der nationalen Bergbaugesellschaft SNIM betrieben, transportiert der Zug Eisenerz über 704 km von den Minen von Zouerate zum Hafen von Nouadhibou. Mit bis zu ~200 Waggons und einer Länge von 2–2,5 Kilometern ist er einer der längsten und schwersten Züge der Welt. Die Fahrt auf den Erzwaggons ist kostenlos, und seit Jahrzehnten ist er der lokale „Bus" der Wüstengemeinschaften — einen Waggon mit dem Saharawind, dem Staub und den Sternen zu teilen gilt als eines der größten Abenteuerreise-Erlebnisse der Erde.

    Praktische Hinweise: Wir stellen Matratzen, Decken und Verpflegung für die Fahrt. Bringen Sie warme Schichten mit (Wüstennächte sind kalt, der Wind ist konstant), einen Schal oder Chèche fürs Gesicht, Skibrillen gegen den Staub, eine Stirnlampe, und bewahren Sie Kameras in dichten Beuteln auf — der feine Eisenstaub dringt überall hin. Er lässt sich leicht abwaschen; die Erinnerung nicht.

    Übernachtung: auf dem Zug, mitten in der Wüstendurchquerung.

  9. 9

    Nouadhibou: endlich der Atlantik

    Nouadhibou

    In den frühen Morgenstunden erreicht der Zug die Küste, und wir steigen ab — staubig, glücklich und voller Geschichten. Wir fahren zu unserem Hotel in Nouadhibou: duschen, ausruhen und ein richtiges Frühstück genießen.

    Später erkunden wir in gemächlichem Tempo: den Fischerhafen — Nouadhibou ist Mauretaniens Fischereihauptstadt: Pirogen, Trawler und Fischmärkte in ständiger Bewegung. Die Halbinsel Cap Blanc (Kap Nouadhibou / Ras Nouadhibou): wilde Atlantikkulisse an der Spitze der Halbinsel und mit etwas Glück ein Blick auf die Mittelmeer-Mönchsrobbe, eines der seltensten Meeressäugetiere der Welt. Den Schiffsfriedhof: verrostete Rümpfe entlang der Bucht — einst einer der größten Schiffsfriedhöfe überhaupt, noch immer gespenstisch fotogen. Und ein frisches Meeresfrüchte-Abendessen: nach einer Woche Wüstenküche schmeckt der Fisch hier wie ein Fest.

    Über Nouadhibou: Nouadhibou liegt im äußersten Nordwesten Mauretaniens, auf der Halbinsel Cap Blanc, an einer schützenden Bucht des Atlantiks. Es entwickelte sich zunächst als Fischereizentrum — und Fischerei bleibt essenziell —, doch seit 1964, mit der Fertigstellung eines speziellen Erzpiers und der 704 km langen Eisenbahn zu den „Eisenbergen" bei Zouerate und Fdérik, ruht das wirtschaftliche Hauptgewicht des Hafens auf dem Export von hochwertigem Eisenerz. Es ist die zweite Stadt und Wirtschaftshauptstadt des Landes. Nicht weit die Küste hinunter beginnt der Nationalpark Banc d'Arguin, seit 1989 UNESCO-Welterbe — eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete des Planeten, wo Millionen Zugvögel zwischen Sahara und Meer überwintern.

    Übernachtung: Hotel in Nouadhibou.

  10. 10

    Die große Rückkehr

    Nouakchott

    Nouadhibou → Nouakchott: ca. 470 km auf der asphaltierten Küstenstraße, 5–6 Stunden.

    Nach dem Frühstück holen uns unsere Fahrzeuge am Hotel für die Rückfahrt nach Nouakchott ab. Die Straße verläuft südwärts am Rand des Nationalparks Banc d'Arguin — Dünen auf der einen Seite, der Atlantik auf der anderen — mit Fotostopps und Mittagessen unterwegs.

    In Nouakchott machen wir uns frisch, teilen ein letztes Essen und verabschieden uns, bevor Sie zum Flughafen für den Rückflug gebracht werden — mit Eisenstaub in den Schuhen und der ganzen Sahara im Gedächtnis.

Im Preis enthalten

  • Flughafentransfers und alle Fahrten in privaten Geländewagen mit professionellen Wüstenfahrern; englischsprachiger Guide für die gesamte Route; sämtliche Unterkünfte: Hotels, Gästehäuser und ausgestattete Wüstencamps; Vollpension (Mahlzeiten, Trinkwasser, Tee) vom Abendessen an Tag 1 bis zum Mittagessen an Tag 10; die Fahrt auf dem Eisenerzzug mit Matratzen, Decken und Verpflegung; sowie alle Eintritte (Bibliotheken, Museum) und Beiträge an die lokalen Gemeinschaften.

Nicht enthalten

  • Internationale Flüge und Visum (Visum bei Ankunft am Flughafen erhältlich); Reiseversicherung (obligatorisch); persönliche Ausgaben und Souvenirs; sowie Trinkgelder für das Team — Guides, Fahrer und Camp-Crew: nicht inbegriffen, in Ihrem Ermessen; sie sind ein Brauch, der am Ende der Reise herzlich geschätzt wird.

Galerie

Erfahrungsberichte

Reisebewertungen

4.8 6 Bewertungen
★★★★★ Sophie Van der Berg Pays-Bas

Wonderful trip! The camel trek was the highlight — peaceful, beautiful, and perfectly organized.

★★★★★ Laura Ferrari Italie

Ouadane al tramonto, il Guelb er Richat, i bivacchi… un sogno ad occhi aperti.

★★★★★ Lisa Mueller Allemagne

Hat mein Leben verändert! Die Einfachheit der Natur, die Weisheit der Beduinen. Danke Azoueiga!

★★★★★ Emily Johnson États-Unis

The iron ore train, the ancient libraries of Chinguetti, the endless dunes — Mauritania exceeded all my expectations!

★★★★★ Linda Anderson États-Unis

As a solo female traveler, I felt safe and welcomed everywhere. Thank you for this incredible journey!

★★★★ Tom Jansen Pays-Bas

Fantastic trip overall. The desert is stunning. Bring a power bank — no electricity in the camps!

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Häufige Fragen

Welche Leistungen bietet Azoueiga Tours an?

Eine vollständige Betreuung vor und während der Reise: Hilfe bei der Visumbeschaffung, Gestaltung maßgeschneiderter Rundreisen, Guides, Dolmetscher und Köche, Kfz-Mechaniker und Autoelektriker mit Abschleppdienst, Camps und Campingausrüstung, Empfang an der Grenze und Begleitung bei den Formalitäten sowie Reiseberatung.

Helfen Sie uns bei der Visumbeschaffung?

Ja. Wir begleiten Sie durch das Verfahren des mauretanischen elektronischen Visums und nennen Ihnen die erforderlichen Unterlagen und die üblichen Bearbeitungszeiten, damit Ihre Genehmigung rechtzeitig vor der Abreise vorliegt.

Kann ich vor der Buchung allgemeine Fragen stellen?

Selbstverständlich. Wir beantworten alle Ihre Fragen zu einer Reise nach Mauretanien — Reiseziele, Jahreszeiten, Budget, Sicherheit, Alltag — völlig unverbindlich.

Und wenn ich mit einem anderen Anbieter reise?

Wir beraten Sie trotzdem. Ob Sie mit uns oder mit einem anderen Veranstalter unterwegs sind: Wir geben Ihnen gern eine ehrliche Einschätzung aus der Praxis zu Ihrem Programm, den Pisten und Ihrer Ausrüstung.

Kann die Reise maßgeschneidert werden?

Das ist der Kern unserer Arbeit. Wir bauen das Programm auf der Zeit auf, die Ihnen zur Verfügung steht, auf Ihrem Tempo und Ihren Interessen — vom Wochenende bis zur langen Saharaexpedition.

Bieten Sie Tagesausflüge an?

Ja, einen Entdeckungstag in der Stadt Ihrer Wahl: eine geführte Tour, die Ihnen an einem einzigen Tag die wichtigsten Orte und das lokale Leben nahebringt. Ideal für einen Kurzaufenthalt oder einen Zwischenstopp.

Stellen Sie Guides und Dolmetscher?

Ja. Sehr erfahrene Reiseleiter, die Gelände, Geschichte und Wüste kennen, sowie Dolmetscher in acht Sprachen: Arabisch, Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Portugiesisch und Deutsch.

Können wir während der Reise einen Koch haben?

Ja, wir stellen Ihnen Köche zur Seite, die die Gruppe begleiten und die Mahlzeiten im Camp zubereiten — besondere Ernährungsformen berücksichtigen wir, wenn Sie uns diese vorab mitteilen.

Mein Fahrzeug ist unterwegs oder in der Wüste liegengeblieben — können Sie helfen?

Ja. Wir verfügen über Mechaniker und Autoelektriker sowie über einen Abschleppdienst überall in Mauretanien. Rufen Sie uns an, nennen Sie Ihre Position — um den Rest kümmern wir uns.

Stellen Sie Campingausrüstung bereit?

Ja: vollständige, einsatzbereite Camps und Campingausrüstung, jederzeit und an jedem Ort in Mauretanien, den Sie wählen.

Ich reise mit eigenem Fahrzeug oder Motorrad — bieten Sie Unterstützung?

Ja, wir übernehmen die Begleitung eigenständiger Reisen und von Konvois: Rally Raid und Convoy Assistance für Geländewagen, ebenso für Motorräder und Fahrräder, einschließlich Logistik, Kraftstoff, Wasser und mechanischer Unterstützung unterwegs.

Kann uns ein Guide an der Grenze empfangen?

Ja. Unser Guide empfängt Sie am Grenzposten und begleitet Sie während Ihres gesamten Aufenthalts in Mauretanien — Sie sind vom ersten Kilometer an nie allein.

Helfen Sie bei den Grenzformalitäten?

Ja, wir erläutern Ihnen vorab die erforderlichen Dokumente und Schritte bei Ein- und Ausreise und begleiten Sie am Posten, damit die Formalitäten reibungslos und mit möglichst wenig Wartezeit ablaufen.

Bereit für die Wüste?

Nennen Sie uns Ihre Termine und die Zahl der Reisenden — wir gestalten die passende Reise. Antwort binnen eines Tages.